Der Sommer 2026 bringt eine deutliche Dynamik in den Sektor Dienstleistung, Gastronomie und Einzelhandel. Während sich der Markt im Juni noch auf einem stabileren Niveau eingependelt hatte, zeigen die neuesten Daten der Matching-Plattform JobMatch für Juli 2026 einen spürbaren Anstieg: Der bundesweite Durchschnitt der Gehaltswünsche für Vollzeitkräfte klettert auf 2.454 € brutto pro Monat.
Im Vergleich zum Vormonat Juni 2026 (Ø 2.385 €) bedeutet dies ein deutliches Plus von +69 € (ca. +2,9 %). Basierend auf der Auswertung von 1.577 aktuellen Gehaltsangaben zeigt sich, dass Arbeitgeber in Service, Verkauf, Hotellerie und Küche ihre Angebote anpassen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Nachdem die Erwartungen der Bewerber im Frühsommer schrittweise konsolidiert hatten, zieht der Markt im Juli wieder kräftig an. Der Sprung von 2.385 € im Juni auf 2.454 € im Juli verdeutlicht den hohen Personalbedarf mitten in der Hauptsaison.
Sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie sorgt die Kombination aus Urlaubsgeschäft, Fachkräftemangel und gestiegenen Lebenshaltungskosten dafür, dass Wechselwillige ihre Erwartungen nach oben schrauben.
Die JobMatch-Gehaltskarte für Juli 2026 zeigt klare regionale Schwerpunkte an den Küsten und im Süden:
Obwohl die Erwartungen bundesweit gestiegen sind, gibt es Bundesländer mit vergleichsweise defensiveren Wünschen:
Die Tabelle verdeutlicht die Entwicklungen in den einzelnen Regionen im Monatsvergleich:
| Region / Bundesland | Ø Wunschgehalt Juni 2026 | Ø Wunschgehalt Juli 2026 | Veränderung |
| Deutschland Gesamt | 2.385 € | 2.454 € | +69 € |
| Schleswig-Holstein | 2.780 € | 2.850 € | +70 € |
| Hamburg | 2.620 € | 2.700 € | +80 € |
| Bayern | 2.590 € | 2.660 € | +70 € |
| Bremen | 2.510 € | 2.580 € | +70 € |
| Thüringen | 2.470 € | 2.540 € | +70 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2.310 € | 2.380 € | +70 € |
| Baden-Württemberg | 2.390 € | 2.450 € | +60 € |
| NRW / Hessen | 2.340 € | 2.400 € | +60 € |
| Rheinland-Pfalz | 2.110 € | 2.150 € | +40 € |
Der Anstieg auf 2.454 € im Juli 2026 zeigt unmissverständlich: Wer mitten im Sommer qualifiziertes Personal für Service, Verkauf oder Küche gewinnen will, darf nicht auf veralteten Gehaltsstrukturen beharren.
Unternehmen berichten, dass die reine Erhöhung des Grundgehalts oft durch kluge Zusatzleistungen ergänzt werden sollte, um die Marge nicht zu überlasten: